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Geschichte: 1946 wurde die Sportart Rollstuhlbasketball von Basketballspielern in den USA erfunden, die nach Kriegsverletzungen trotzdem ihren Sport fortführen wollten. Seit 1960 ist diese Sportart Bestandteil der paralympischen Sommerspiele. Europameisterschaften werden bei den Herren seit 1970 bzw. 1987 bei den Damen ausgetragen. Heutzutage wird Rollstuhlbasketball von zirka 25.000 behinderte, zum Teil nicht behinderte Männer und Frauen gespielt. Schon lange nicht mehr, wird dieser Sport als therapeutische Unterstützung angesehen, vielmehr wird der Behindertensport in den europäischen und nordamerikanischen Ländern sowie in Australien als Spitzensport betrachtet.

Rollstuhlbasketball wird hauptsächlich von Menschen mit körperlicher Behinderung betrieben. Es dürfen jedoch auch Menschen ohne Behinderung – Fußgänger – mitspielen. Die Regeln, sowie Korbhöhe, Abmessungen des Spielfeldes, Dreipunktelinie (Entfernung vom Korb) unterscheiden sich nicht vom klassischen Basketballspiel. Nur einige Punkte sind an die Anforderungen des Rollstuhlgebrauchs angepasst. Einer der wichtigsten Punkte ist das Klassifizierungssystem, das einen Ausgleich zwischen Mitspielern mit unterschiedlich starker Behinderung schafft.

Klassifizierung: Die Bewertung richtet sich nach der Fähigkeit verschiedene Bewegungen auszuführen. Die niedrigste Punktezahl und damit höchste Behinderungsstufe stellt die 1,0 dar. Nicht behinderte Spieler werden mit 4,5 Punkten bewertet. Frauen erhalten in gemischten Mannschaften 1 Punkt Abzug. Ebenso wird in Österreich bei Spieler, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben ein Punkt abgezogen. Die Mannschaftsgesamtpunktezahl von 14,5 darf nicht überschritten werden.

Spielbeschreibung: Rollstuhlbasketball wird von zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gespielt. Das Spiel besteht aus vier Spielperioden von je zehn Minuten. Zwischen der ersten und zweiten Spielperiode sowie zwischen der dritten und vierten Spielperiode und vor jeder Verlängerung gibt es jeweils eine Pause von zwei Minuten. Die Halbzeitpause beträgt 15 Minuten.

Regeln: Wie schon erwähnt, unterscheiden sich die Regeln kaum vom „normalen“ Basketball. Ein wesentlicher Unterschied besteht im Dribbeln des Balles. Im Rollstuhlbasketball ist es einem Spieler erlaubt, zweimal seine Treibreifen so zu berühren, dass er seine Richtung ändert, bevor er einmal mit dem Ball dribbeln muss. Der/die Spieler/in darf dies so oft wiederholen, solange er nach dem zweimaligen Antauchen wieder mindestens einmal mit dem Ball dribbelt. Die Foulregeln sind jenen im Nichtversehrtensport sehr ähnlich.

Basketballrollstühle: Besondere Aufmerksamkeit muss dem Rollstuhl gewidmet werden, da er Teil des Spielers ist. Verstöße gegen vorgeschriebene Regeln führen zum Ausschluss des Rollstuhls vom Spiel. Auf der Sitzfläche des Rollstuhls ist nur ein Kissen erlaubt. Es muss dieselbe Größe wie die Sitzfläche haben und es darf nicht dicker als 10 cm sein, bei den 3,5-, 4- und 4,5-Punkte-Spielern darf es nicht dicker als 5 cm sein. Die Fußraste bzw. der horizontale Rahmenbügel an der Vorderseite des Rollstuhls darf sich an der am weitesten nach vorne ragenden Stelle und in seiner gesamten Länge nicht mehr als 11 cm über dem Boden befinden.

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